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ADHS bei Kindern

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ADHS bei Kindern

ADHS – die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung – kann sich bei Kindern sehr unterschiedlich zeigen. Manche Kinder sind leicht ablenkbar, verlieren schnell den Überblick oder haben Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu bringen. Bei anderen stehen Impulsivität, starke Unruhe oder ein ausgeprägter Bewegungsdrang im Vordergrund. Nicht jedes Kind mit ADHS ist dabei auffällig unruhig.

Die Schwierigkeiten können sich in verschiedenen Lebensbereichen bemerkbar machen. Probleme in der Schule, Konflikte mit Eltern oder Geschwistern, Schwierigkeiten mit Freundschaften oder ein zunehmendes Gefühl, ständig etwas falsch zu machen, können ein Kind zusätzlich belasten. Entscheidend ist daher nicht nur, welche Verhaltensweisen auftreten, sondern auch, wie das Kind selbst seine Situation erlebt.

ADHS bei Jungen

Bei Jungen kann sich eine psychische Belastung durch ADHS besonders deutlich im Verhalten zeigen. Impulsivität, starke Aktivität, Wutausbrüche oder Schwierigkeiten, Regeln und Grenzen einzuhalten, können dabei stärker in den Vordergrund treten. Gleichzeitig können Unsicherheit, Überforderung oder ein geringes Selbstwertgefühl hinter dem auffälligen Verhalten verborgen bleiben.
 

Wenn ein Junge wiederholt die Erfahrung macht, in der Schule oder im sozialen Umfeld anzuecken, kann dies sein Selbstbild beeinflussen. Aus „Ich kann das nicht“ oder „Ich bin immer der, der Ärger macht“ können zusätzliche emotionale Belastungen entstehen. In der psychotherapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht nur darum, auffälliges Verhalten zu betrachten, sondern auch darum, den Jungen mit seinen Gefühlen, Bedürfnissen und seiner individuellen Entwicklung zu verstehen.

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ADHS und die psychische Entwicklung von Kindern

DHS ist nicht allein eine Frage von Aufmerksamkeit oder Verhalten. Die Schwierigkeiten eines Kindes entstehen und zeigen sich immer im Zusammenhang mit seiner persönlichen Entwicklung, seinen Beziehungen und seiner Lebenssituation. Wiederholte Misserfolge, Konflikte oder das Gefühl, anders zu sein, können zusätzlichen emotionalen Druck erzeugen.

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie richtet sich der Blick deshalb auch auf die inneren Erfahrungen des Kindes. Welche Gefühle stehen hinter der Unruhe oder dem impulsiven Verhalten? Was beschäftigt das Kind und welche inneren Konflikte können eine Rolle spielen? Gerade bei jüngeren Kindern können sich solche Erfahrungen im Spiel und im Verhalten zeigen, bevor sie in Worte gefasst werden können.

Vor Beginn einer Therapie erfolgt eine diagnostische Einschätzung der Beschwerden und der individuellen Situation. Dabei geht es darum, gemeinsam zu klären, welche Belastungen vorliegen, ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist und welche Unterstützung das Kind benötigt.

Psychotherapie bei ADHS

Eine Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn die mit ADHS verbundenen Schwierigkeiten ein Kind emotional belasten oder zu Problemen in Schule, Familie oder sozialen Beziehungen führen. In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht es darum, das Kind in seiner individuellen Situation zu verstehen und gemeinsam mit ihm neue Möglichkeiten im Umgang mit seinen Schwierigkeiten zu entwickeln.

Bei jüngeren Kindern spielt das Spiel dabei eine wichtige Rolle.

 

Kinder können Gefühle, Konflikte und belastende Erfahrungen häufig noch nicht so ausdrücken wie Erwachsene. Im Spiel können sie ihre innere Welt zeigen und Erfahrungen auf ihre eigene Weise verarbeiten. Regelmäßige Gespräche mit den Eltern beziehungsweise Bezugspersonen ergänzen die Behandlung.

Ziel ist es nicht, aus einem lebhaften oder impulsiven Kind ein anderes Kind zu machen. Vielmehr geht es darum, Belastungen zu verstehen, Ressourcen zu stärken und das Kind dabei zu unterstützen, einen guten Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt zu entwickeln.

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